Mutter-Kind-Kur, 11. Tag. Heimweh, Fingerfarbe, Eis

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2014 war ich mit meiner damals Vierjährigen in der Mutter-Kind-Kur im Schwarzwald. Wie es dort war, erzähle ich hier im Rückblick.

Noch so ein strahlend-schöner Tag.

Matsch auf der Piste. Waldbäche.

Ich laufe zum zweiten Mal zu dem Blick ins Menzenschwander Tal.

Tannenrauschen, Harz- und Nadelduft, Trockenheit des Bodens und der unzähligen Flechten.

Meine Zeit hier oben ist jetzt absehbar. Das macht mir gute Laune. Ich bekomme kaum noch Anwendungen. Während meine Tochter und die anderen Kinder Heimweh bekommen, würden die meisten Mütter die Kur gerne verlängern.

ICH NICHT! Ich halte das Gerede über „was mein Kind wohl hat“ und „jetzt ist sie wieder so unmöglich“ nicht mehr aus.

Heute ist Freitag. Ich gehe zum ersten Mal seit elf Tagen zu Facebook, hier oben funktioniert das aber nicht wirklich. Dann holen wir alle unsere Kinder früher von Kindergarten und Schule ab und begeben uns mit ihnen in den Kreativraum, wo eine Malstunde stattfindet.

Wir kriegen Fingerfarbe und können „malen, was wir wollen“.

„Wie fühlt sich das an, Farbe an den Fingern?“ fragt die Kursleiterin. MANNOMANN.

Ein großes Bild sollen Mama und Kind gemeinsam malen. Dabei kriegen sich L. und ihre Mutter wie immer sofort in die Haare. Es geht darum, dass L. (sie ist fünf!) ihren Namen in Spiegelschrift auf das Bild schreibt. Die Mutter daraufhin zu den Umsitzenden, kopfschüttelnd: „Sie ist heute wieder ganz verdreht im Kopf, irgendwas ist mit ihr!“, woraufhin L. ihr wie immer zeigt, dass sie sein kann, wie sie es für richtig hält. Beide malen zeternd und schimpfend weiter.

Dann nehmen wir den Bus runter nach Titisee. Titisee wurde uns von der Kurleitung nicht empfohlen, und es gibt dort auch tatsächlich nichts außer Souvenirläden. Riesige Parkplätze vor riesigen Hallen voller Kuckucksuhren verraten, dass hier sommers volle Reisebusse halten, die vermutlich hauptsächlich asiatische Touristen ausspucken.

Viele Imbisse und Kaffeehallen haben noch zu, aber wie in Todtnau gibt es überall italienisches Eis. Wieder bekommen alle vier Kinder (2,3,4 und 5 Jahre) ein Eis, dazu ein Souvenir. Wobei wir Mamis genervt sind, dass man alle Kinder gleich behandeln muss – bekommt ein Kind irgendwas, müssen alle anderen das auch bekommen.

Alle Beiträge zu unserer Mutter-Kind-Kur gibt es hier.

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