8 Erkenntnisse, die ich von der #denkst mitnehme

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Huch, ich habe letztes Wochenende ja Bilder gemacht. Grund dafür war unsere Stippvisite in Nürnberg bei der Bloggerkonferenz #denkst. Ich freute mich sehr darauf, echte Mama- und Papa-Blogger in Fleisch und Blut zu sehen, aber genauso freute ich mich auf meine Cousine, die mit Mann und 2 Kindern in Fürth lebt. Gesehen haben wir uns das letzte Mal vor 6 Jahren. Von Alltag, Freude und Sorgen meiner Cousine weiß ich weit weniger als vom Auf und Ab so mancher Bloggerin. Wir könnten zwar jeden Abend auf Facebook quatschen, machen wir aber eigentlich nicht. Seltsam Ding, das Internet.

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Für viele war die #denkst sicher eine willkommene Auszeit von zu Hause. So auch für mich: Ein Kurztrip mit nur 2 anstatt mit 3 Kindern! Im Zug! Quer durch Süddeutschland! Die Große machte bereitwillig Hausaufgaben auf den Knien, weil es so lustig ist, wenn die Schrift verwackelt und man außerdem den Radiergummi verloren hat.  Für alle Fälle hatte ich noch Snapchat in der Tasche. Falls das Kind mault. Sie maulte aber nicht eine Sekunde lang. Schade, jetzt wissen wir immer noch nicht, wie Snapchat funktioniert.

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Gleich startet der Vortrag über gesellschaftliche Relevanz von Elternblogs: Alu und Konsti von Großeköpfe

Wahlverwandtschaft

Die Konferenz, für einige war es die Community (oft habe ich „Klassenfahrt“ gelesen), für andere das Eintüten neuer bezahlter Kooperationen (Stabilo, Pampers, Scout, Ergobag, Familotel und andere waren da). Für mich waren es vor allem die Speaker. Die meistgelesenen, die besten Eltern-Blogger, die Crème da la Crème, standen auf dem Podium oder boten Workshops an. Dabei genoss ich besonders die Vorträge von Christine (Mama arbeitet), Patricia (das Nuf) und Alu (Großeköpfe).

Zwischen den Vorträgen blieb noch genug Zeit, die Internet-Wahl-Verwandtschaft bei Coffee, Candies und veganen Cookies zu zelebrieren. Besonders gefreut habe ich mich über die Bekanntschaft mit Laura (Heute ist Musik), Verena (Mami rocks), Verena (Sandkuchengeschichten) und Melanie (glücklich scheitern). Und auch sehr über den kurzen Austausch mit Alu und mit Séverine (MamaOTR).

Übrigens, bei der Gelegenheit muss ich euch unbedingt Sandkuchengeschichten ans Herz legen. Lest mal, was Verenas Kinder über Geld haben und Geld verdienen sagen. Aber eigentlich kann man alles, was Verena schreibt, bedenkenlos empfehlen.

Danke an Suse (ichlebejetzt) und Sven (Zwillingswelten) für die #denkst, es war rundum gelungen!

Meine 8 wichtigsten Erkenntnisse des Wochenendes

  1. Kinder sollen so erzogen werden, dass sie zur Familie passen. (Kinderarzt Dr. Michael Hauch über unterschiedlich gehandhabte Kindererziehung inklusive Plädoyer, endlich aufzuhören, aus allem was Pathologisches zu machen. Meine Rede.)
  2. Mit Säuglingen auf Veranstaltungen zu gehen, passt. Während Kleinkinder dauernd wegrennen und Essen klauen und dann aber nicht essen, sondern zerbröseln, und größere Kinder unter Tränen LAAAAAANGWEILIG maulen, sind Säuglinge mit kleineren und größeren Veranstaltungen völlig einverstanden. Für euch getestet.
  3. Ich will wieder in einer Stadt wohnen. Vielleicht schon sehr bald. Die #denkst war für mich getaggt mit „Stadt“. Obwohl ich abends todmüde stundenlang das Baby auf und ab geschleppt habe, nicht eine einzige Straße entlanggelaufen bin und keine Bar von innen gesehen habe: Ich war in einer STADT! Das war es, was zählte.
  4. Let go-Liste machen: Jeden Tag eine To do Liste zum Abhaken haben, okay. Aber zusätzlich auch eine Let go-Liste haben! Eine Liste mit Dingen, die man am heutigen Tag ganz sicher nicht macht (auch wenn man darum gebeten wird). Cool! (Tipp kam von Béa / Tollabea)
  5. Die Blogger, die täglich Selfies von sich posten oder ein aktuelles Porträtbild von sich im About haben, habe ich sofort zweifelsfrei erkannt. Bei anderen war es schwieriger, aber auch hier gab es manchmal großes Hallo.
  6. Nicht-Erkenntnis: Ich weiß immer noch nicht, wie LadyGaga richtig heißt, obwohl ich kurz bei Mama on the rocks und ihrer süßen Tochter an einem Tisch gesessen habe. Aber eigentlich will ich es auch gar nicht wissen.
  7. Die Trauer um den Verlust (das Heimweh) wird nicht besser, wenn man es nicht schafft, im Jetzt zu leben (sagt der Mann meiner Cousine, der beruflich Trauernde begleitet).
  8. Meine Cousine und ihre Familie hätte ich schon viel früher mal besuchen sollen. Auf irgendeine Weise ist vieles bei ihnen so wie bei uns. Erklären kann ich das in der hier gebotenen Kürze nicht. Es geht von der Gemütlichkeit der Betten über das Dargebotene am Abendbrottisch bis hin zur Einschätzung von Menschen und Ereignissen, über die wir sprachen. Und das, obwohl ihre Mutter deutlich älter ist als meine und sie in Indien groß geworden ist. Verrückt.

Verwandtschaft

Vielleicht hätte ich ohne das tolle Kinderbetreuungs-Angebot bei der #denkst gar kein Ticket gekauft. Letztlich habe ich die Betreuung aber gar nicht benötigt. Denn die Große hatte gar kein Bedürfnis, endlich die Internet-Verwandtschaft kennenzulernen. Nein, sie wollte ausdrücklich lieber mit ihren Blutsverwandten spielen. Und dabei hatte sie eine ganze Menge Spaß.

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Die Wohnungs-Einrichtung bei meiner Cousine kann ich euch hier nicht vorenthalten. Ich meine, Leiter als Regal und Tür als Deckenbeleuchtungsabschirmung. Und noch vieles mehr, für das sich die Einrichtung eines eigenen DIY-Blogs lohnen würde. Vergesst Berlin, kommt nach Fürth! Jede Minute, jede Sekunde waren kostbar an diesem Wochenende. Danke, liebe Cousine.

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Leiter an der Wand

 

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Tür an der Decke

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