Coronatagebuch Tag #55

Ich überlege schwer, mit dem Coronatagebuch wieder aufzuhören.

Nächste Woche sind wieder reguläre Kinderarzttermine. Und die Literaturgruppe trifft sich wieder, in echt. Ich habe immer noch keinen vorzeigbaren Text dafür geschrieben.

Ab heute haben die Spielplätze wieder offen. Und man darf sich – anscheinend unverzüglich – draußen wieder mit mehr als einer Person treffen. Also können ab jetzt zwei „Hausstände“ zusammen spazierengehen.

Unser Nachbarskind geht ab dem 11. Mai wegen Systemrelevanz wieder in die Kita. Bisher haben ihre Eltern sich mit den Schichtplänen abgewechselt bzw. waren selbst krankgeschrieben oder in Urlaub. Auch alle anderen Kindergartenkinder dürfen ab dem 18. Mai irgendwie wieder in den Kindergarten. Aber nur in kleinen Gruppen, die sich dann irgendwie abwechseln. 

Von politischer Seite ist seit heute auch geklärt, dass jedes Kind vor den Sommerferien irgendwie nochmal die Schule von innen gesehen haben soll. Das bedeutet für die meisten Kinder, dass die Schule für sie am 15. Juni wieder beginnt. Die Klassen dürfen nur abwechselnd im Schulgebäude sein, müssen in kleinen Gruppen unterrichtet werden und Lehrer der Risikogruppe bleiben weiterhin zu Hause. Das ergibt unterm Strich etwa drei Stunden Unterricht pro Tag. Der Rest wird weiterhin zu Hause erledigt. Im entsprechenden Beitrag auf der Seite unseres Bundeslandes heißt es: „So haben alle Schülerinnen und Schüler bis Schuljahresende noch mindestens zwei Schulwochen Präsenzunterricht an der Schule.“ Das hat sich dann ja gelohnt.

Auch alle Cafés, Restaurants und Ferienhäuser/ Hotels sollen im Lauf des Monats Mai wieder öffnen. Ins Ausland darf man dann wohl kaum. Aber pünktlich zu den Pfingstferien steht dann innerdeutscher Urlaub an. Also vielleicht. Wenn man in Hotels tatsächlich auch übernachten darf. Und auch einfach so Freunde oder Verwandte besuchen. Vielleicht sogar in Berlin? Das wünscht sich unser Fast-Schulkind schon lange.

Vielleicht kann das Kind im Juli sogar ganz normal Geburtstag feiern. Wie das genau aussehen soll, nachdem der Kontakt zu fast allen Kindergartenkindern abgebrochen ist, weiß ich nicht. Aber so oder so wird es im September einen ersten Schultag geben. Und einen Schulranzen und eine Schultüte. In welchem Rahmen auch immer wir dann Einschulung feiern.

2 Gedanken zu “Coronatagebuch Tag #55

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